Sternenwanderung


Vor einiger Zeit habe ich mir ein neues Objektiv gekauft. Ein Samyang 16mm f2. Ich erhoffte mir bessere Bilder in der Sternenfotografie. Wie das Leben so spielt: Kaum war dieses bei mir angekommen, kannte das Wetter nur noch Regen und Wolken. 


Toll. Nun hatte ich ein super Objektiv für die Sterne, nur fehlten mir jetzt diese noch. 

Etwa einen Monat lang habe ich jedes Wochenende gehofft, dass es endlich eine klare Nacht geben würde. 




Aber dann am Freitag dem 28. Juli sagte die Wetterprognose ab 23.00 eine klare Nacht voraus. Also machte ich mich nach der Arbeit auf den Weg nach Hause, packte meine sieben Sachen und fuhr Richtung Eigenthal. 

Es dauerte fast zwei Stunden bis ich auf der Regenflüeli angekommen bin. Der Aufstieg ging entlang einer gut begehbaren Alpstrasse, die wirklich steil den Berg hinauf führte. Im letzten Drittel war zuerst ein mühsam begehbares Moorgebiet, bis dann der letzte Teil noch gemütlich über den Grad zur Spitze führte. 


Regenfüeli
Regenfüeli

Ganz oben angekommen blieb mir fast der Atem weg. 

Nicht nur vor Anstrengung und Erschöpfung, nein es war ein wundervoller Platz. 

Er war nicht gross doch es passte alles zusammen. Nach dem Zaun der Weide, reichte der Platz für das Gipfelkreuz und eine Sitzbank, bis es dann ca. zwei Meter weiter fast senkrecht den Berg abwärts ging. 



Obwohl es noch mehrere Wolken am Himmel hatte, reichte die Sicht weit in den Norden der Schweiz. 

Nach einem tollen Sonnenuntergang, konnte ich mich nun in den Schlafsack legen und ausruhen. 



Am Morgen um 02.00 Uhr bin ich dann wieder aufgestanden um die Sterne zu sehen und fotografieren. 

Zu diesem Zeitpunkt war der Mond bereits untergegangen und die Sterne leuchteten in einer klaren kalten Nacht. 

Hinter dem Mittaggüpfi leuchtete die Milchstrasse direkt über dem Gipfel auf. 

Ein tolles Bild. 



Mittagsgüpfi
Mittagsgüpfi

Nach dem ich eine weile wach war, habe ich mich dann auf Grund der Wettervorhersage, wieder auf den Weg, Berg abwärts gemacht. Trotz der Vorhersage eines starken Windes, habe ich auf dem Weg hinunter kein Wind gespürt. Dafür waren die Sterne nun noch besser zu sehen und ich musste die Situation nutzen um ein paar Bilder zu machen. 



Um ca. 04.00 Uhr war ich dann wieder beim Auto und bin dann nach Hause gefahren. Um anschliessend unter meine Bettdecke zu kriechen, meine Anstrengung und Eindrücke ruhen zulassen und ich mich in den Schlaf fallen lassen konnte. 

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Christian Lötscher

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