6 Tipps zur Vogelfotografie

Heute möchte ich euch ein paar einfache Tipps für die Vogelfotografie geben. Falls ihr Interesse zu diesem Thema habt seht auch Mal meine durch. Dort ist schon bald ein Kurs zum Thema Vogelfotografie geplant. Aber für den Anfang werdet ihr hier schon einige Punkte herausnehmen können.




1. Wo können wir Vögel beobachten und Fotografieren?


Vögel zu finden ist für den Anfang gar nicht so schwer. Wenn man nicht auf der Suche nach einem bestimmten Vogel ist, finden wir bereits auf dem Balkon, im Wald, Stadtpark, am See, einem Bach oder auch um sein Haus herum. Eines der besten Signale ist das Vogelgezwitscher. Wenn wir die Vogelstimmen hören, wissen wir, dass die Vögel in der Nähe sind und dass diese zurzeit aktiv sind. Mehrheitlich hören wir die Stimmen besonders am Morgen und am Abend.

2. Welche Vögel


Falls ihr am Anfang der Vogelfotografie steht, empfehle ich euch bei den Enten anzufangen. Spatzen und Meisen sind zwar viel in der Natur anzutreffen aber, wenn wir nicht gerade an viel Belaufenen strecken sind, sind diese Vögel doch recht schnell und scheu. Versucht zuerst die langsameren und Ruhigeren Vögel zu fotografieren. So könnt ihr euch einfacher auf die Bildgestaltung konzentrieren. Sobald ihr feststellt, dass diese Bilder gut gelingen, könnt ihr neue Vögel suchen oder sogar Vögel im Flug versuchen auf die Kamera zu bringen.



3. Bildstimmung


Eines der wichtigsten Komponente eines jeden Bildes, ist die Bildstimmung. dazu gehört der Hintergrund wie auch das vorhandene Licht und die Perspektive. Im Idealfall ist der Hintergrund möglichst Harmonisch angesetzt und nicht mit zu vielen Details übersehen. Wenn wir einen Vogel im Baum fotografieren, sollten wir darauf achten, dass der Hintergrund nicht mit Ästen übersäht ist. Diese lenken zu sehr vom Vogel ab und bringen Unruhe in ein Bild.

Um ein schönes stimmiges Licht im Bild zu erhalten, nutzt, wenn möglich die Morgen- oder Abendsonne. So habt ihr ein weiches Licht auf dem Vogel ohne zu harte Schatten zu erhalten. Die Mittagssonne ist dagegen ein sehr hartes Licht, das einen Vogel, wie auch eine Person schnell unschön aussehen lässt. Während der obere Teil des Vogels der Sonne zugewannt ist, erscheint der untere Teil in einem dunkeln Schatten. Dies führt dazu dass ein hoher Kontrast entsteht, der viele Details der Vogels verschwinden lässt.

Die Perspektive ist einfach erklärt. Fotografiere möglichst auf Augenhöhe des Vogels. Das heisst aber nicht, dass du auf die Bäume klettern sollt:-) Bei einer Ente im Wasser ist dies ein wenig einfacher. Gehe mit der Kamera so weit wie möglich an die Wassergrenze. Achte aber auf deine Kamera!

Wichtiger als die Augenhöhe finde ich, dass das Motiv nicht einfach nur in der Mitte des Bildes platziert ist. Versuche den Vogel ein Drittel am Rand zu platzieren, so dass dieser in das Bild hineinschaut.

Natürlich lassen sich nicht immer alle Regeln der Bildstimmung einhalten. Achte darauf, dass du sie anwendest, aber versuche auch mal diese bewusst zu missachten.

4. Equipment

Egal wieviel Brennweite du hast, es sind zu wenig. Die gängigste und eine der Weitesten Brennweiten ist das 600mm. Aber auch ich habe immer wieder Vögel, die einfach zu weit weg sind. Besonders bei kleinen Vogelarten. Es muss nicht gleich 600mm sein. Nutze das was du hast und arbeite damit.

Bei der Kamera ist die Anforderung, gerade in der Vogelfotografie gross. Am besten eine 50 Megapixel Kamera mit 30 Bilder / Sekunde und einem möglichst guten Rauschverhalten ist ideal. Somit kauft sich jeder Vogelfotograf eine min. 5'000.- Fr. Kamera. Genau.

Auch hier sage ich dir: nutze das Equipment das du hast. Versuche die Eigenheiten deiner Kamera zu verstehen und lerne damit umzugehen. Wenn du dann besser wirst und deine Anforderungen steigen, bist du auch soweit und weisst worauf du bei einer neuen Kamera achten musst. Auch mit einer 600.- Fr. Kamera kann man gute Bilder machen. Teure Kameras vereinfachen nur gewisse Prozesse die man aber erst verstehen muss.

Ob mit Stativ oder nicht hängt in erster Linie von der einen Vorliebe ab. Ich persönlich bin so gut wie nie mit einem Stativ unterwegs. Oder ich trage es sinnlos am Rucksack umher. Ausser bei einem Ansitz, bei dem möglichst wenig Bewegung sichtbar werden darf kann es von Vorteil sein.



5. Kamera Einstellungen


Die meisten meiner Bilder mache ich in der Blenden- (S/TV) und ISO-Automatik mit Serienbild. Ausser man hat ein Vogel vor sich der entspannt ist und nicht so schnell die Flucht antritt. Dann kann auch gut im vollen Manuellen Modus fotografiert werden. Bewegende Vögel, versuche ich mit einer Belichtungszeit zwischen 1/1250 und 1/2500 Sekunden zu fotografieren. Ruhende Vögel können je nach Objektiv mit dem Kehrwert der Brennweite fotografiert werden. Bei 600mm sind dies 1/600 Sekunden.



6. Üben


Das wichtigste an der ganzen Fotografie ist üben.

In der Zeit der Digitalfotografie müssen wir uns keine Gedanken über Preise der Filme machen. haben wir schlechte Bilder, können wir diese einfach wieder löschen. Am meisten Vorschritte macht ihr, wenn ihr viel übt. Geht nach draussen und fotografiert. Ist dann ein Bild nicht gelungen, fragt euch was der Fehler war oder wie ihr das Bild interessanter gestallten könntet.


Dies waren meine sechs Tipps zur Vogelfotografie. Habe ich was Wichtiges vergessen?


Und nun viel spass beim versuchen und Gut Licht.